Botox: ein Wundermittel, aber nur in geübten Händen

(Artikel über Botox in der Winterthurer Zeitung vom 02.06.10)
1990 liess sich in Kanada eine Patientin wegen Augenlidspasmen mit Botox (Botulinumtoxin) behandeln. Dabei entdeckte sie den damals noch unbekannten, positiven Nebeneffekt: ihre Stirnfalten waren verschwunden.

Seitdem wird das Medikament erfolgreich in der ästhetischen Medizin zur Behandlung von Gesichtsfalten verwendet. Durch Botox wird der Übertragungsimpuls vom Nerv auf den Muskel vorübergehend gehemmt. Dadurch wird der Muskel während drei bis vier Monaten gelähmt und so die Falten geglättet.

Das seit 2002 in der Schweiz für die Faltenbehandlung zugelassene Medikament hat in den letzten Jahren einen riesigen Erfolg erlebt. Mit der zunehmenden Nachfrage nach Botox drängten aber auch sehr viele unseriöse und nicht genügend qualifizierte Anbieter auf den Markt.

Durch eine falsche Anwendungstechnik können unerwünschte oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten, wie hängende Augenlider, Schluckstörungen und Atemlähmungen. Nebenwirkungen durch den Wirkstoff selbst sind äusserst selten.

“Meist sind unerwünschte Wirkungen durch die Injektionstechnik bedingt. Deshalb ist es wichtig, dass Botoxbehandlungen nur durch erfahrene Fachärzte mit der entsprechenden Ausbildung durchgeführt werden”, erklärt die Plastische Chirurgin Dr. Sonja A. Meier, die eine Praxis in Winterthur betreibt.

Mit Botox können nicht nur Falten behandelt werden, sondern auch vermehrtes Schwitzen, Migräne und Muskelspasmen.