Was tun gegen Augenringe? Tränensäcke dauerhaft entfernen

Viele kennen das zur Genüge: Man steht morgens auf und der erste Blick in den Spiegel offenbart dunkle Ringe unter den Augen. In vielen Fällen rühren sie von Schlafmangel her, doch es gibt noch andere Ursachen für Augenringe, die wir in diesem Beitrag darlegen möchten. Sie erfahren außerdem, wie man die geschwollenen Tränensäcke und dunklen Ringe loswerden kann.

Ursachenforschung: Woher kommen Augenringe?

Die empfindliche Haut um die Augenpartie ist besonders dünn und lässt das Gewebe, das sich darunter befindet, intensiver durchscheinen als andere Hautpartien. Sind die Adern und Lymphgefässe, die darunter liegen, nicht optimal versorgt, erkennt man das durch die dünne Haut an der empfindlichen Augenpartie als erstes. Die Ursachen für Augenringe haben also immer mit dem Zustand des Gewebes um die Augen zu tun.

Was tun gegen Augenringe? Tränensäcke dauerhaft entfernen
Augenringe können viele Ursachen haben.

Durchblutungsstörungen verursachen Schatten unter den Augen

Aufgrund der dünnen Haut unter den Augen, die nur ein schwaches Unterhautfettgewebe besitzt, können die darunterliegenden Gefässe umso mehr durchscheinen. Wird das Blut, das darin fliesst, nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt, erscheint es dunkler, was letztlich durch die Haut durchscheint. Durchblutungsstörungen sind also die grundlegende Ursache, die hinter den Schatten steckt.

Schlafmangel und Stress: Ursache Nr. 1 bei dunklen Augenringen

Im Schlaf regeneriert sich der Körper und kann seine Funktionen geregelt ablaufen lassen, unter anderem eben den Stoffwechsel und die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen.

Wird dem Körper diese Regenerationsphase entzogen oder nicht in ausreichendem Mass gewährt, sind akute dunkle Augenringe vorprogrammiert. Tatsächlich sind Schlafmangel und Stress die Ursache, die am häufigsten zu Augenringen am nächsten Morgen führen.

Chronische Augenringe als Folge von Eisenmangel und Mangelernährung

Eisen ist im menschlichen Körper für den Transport von Sauerstoff zu den Zellen verantwortlich. Damit es aufgenommen werden kann, ist eine Ernährung mit viel Vitamin C wichtig. Daraus kann man schliessen, dass ein Mangel an diesen Nährstoffen den Sauerstoffgehalt des Blutes mindert. Die Folge:  eine dunklere Verfärbung des Blutes und dunkle Schatten unter den Augen.

Augenringen vorbeugen durch Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen

Nikotin und Alkohol und deren übermässiger Konsum schlagen sich ebenso auf die untere Partie der Augen. Nikotin lässt die Haut schneller altern und beeinflusst die Durchblutung in negativer Weise, ähnlich wie Alkohol. Kommt dazu noch eine schlaflose Nacht, liegt der Grund für die Augenringe auf der Hand. Hält sich der Konsum in Massen, bleiben auch die Augenringe nur ein akutes Symptom und sind schnell wieder beseitigt. Starker Tabak- und Alkoholkonsum führt allerdings auch zu hartnäckigeren Tränensäcken.

Mögliche Ursachen von Augenringe
Schlafmangel und Stress sind die Ursache Nr. 1 bei dunklen Augenringen.

Allergien und Krankheitsbilder

Sind für Sie keine der eben genannten Ursachen plausibel, sollten Sie Ihrem Hausarzt einen Besuch abstatten. Dunkle Schatten unter den Augen können nämlich Symptom für Erkrankungen an Herz, Niere, Leber oder an den Gefässen sein. Unterschiedliche Herz- und Bluterkrankungen führen zur bereits erwähnten Sauerstoffunterversorgung des Blutes und damit zu den dunklen Augenringen. Auch Kontaktallergien oder Neurodermitis können dahinterstecken.

Hyperpigmentierung

Waren bei den bisher vorgestellten Ursachen die Blutgefässe unter der Haut verantwortlich für die Augenringe, können letztere auch durch eine Hyperpigmentierung der Haut auftreten. Dabei weist statt dem Blut oder den Gefässen darunter vielmehr die Haut eine andere Farbe auf. Hyperpigmentierung tritt bei manchen eben genannten Krankheiten auf (Allergie oder Neurodermitis durch übermässiges Reiben und Kratzen), bei Sonnenüberexposition oder einfach bei der Alterung der Haut.

Genetische Prädisposition

Zu guter Letzt können Augenringe auch schlichtweg genetisch bedingt sein. Hierbei handelt es sich um eine Hyperpigmentierung der Haut, die selbst durch einen gesünderen Lebensstil (genügend Schlaf und Flüssigkeits- und Nährstoffzufuhr, etc.) nicht unterbunden werden kann. Das heisst jedoch nicht, dass unachtsames Verhalten in Bezug auf die Durchblutung das Erscheinungsbild der Augenpartie nicht verschlimmern kann.

Tränensäcke entfernen: Was tun gegen Augenringe?

Auslöser für Schatten unter den Augen  gibt es viele,  doch wie steht es um die Gegenmassnahmen? Je nach Ursache bieten sich unterschiedliche Lösungswege an. Vor allem ist entscheidend, ob es sich um ein Problem bei der Durchblutung oder der Pigmentierung handelt.

Ursachen für sichtbare Tränensäcke vermeiden

Der sicherste Weg, Probleme aus dem Weg zu schaffen, ist die Beseitigung der Ursachen. Sind Schlagmangel, Nährstoffmangel, Flüssigkeitsmangel, zu hoher Rauschmittelkonsum, etc. die Ursachen für die Augenringe? Dann hilft es oft schon, ausreichend zu schlafen, zu trinken und sich eine ausgewogenere Ernährung sowie einen allgemein gesünderen Lebensstil anzugewöhnen.

Hausmittel gegen Augenringe

Helfen die grösseren Mengen an Schlaf und Flüssigkeit nicht aus oder sollen die dunklen Ränder akut bekämpft werden, bieten sich einige Hausmittel an. Zunächst hilft es, die betroffene Stelle zu kühlen, damit sich Blutgefässe zusammenziehen können. Diesbezügliche Hausmittel gegen Augenringe sind etwa gekühlte Gurkenscheiben, Eiswürfel, mit kalter Milch oder kaltem Wasser getränkte Handtücher, etc. Von gekühlten Teebeuteln mit schwarzem Tee wird eher abgeraten, weil die Inhaltstoffe unter Umständen unerwünschte Reaktionen hervorrufen könnten.

Sind Augencremen gegen Augenringe hilfreich?
Mit Abdeckstift und Make-Up lassen sich Augenringe schnell kaschieren.

Was helfen Cremes?

Besonders akute Schatten unter den Augen lassen sich mit revitalisierenden Cremes vermindern. Als vermeintlicher Geheimtipp wird hierbei oft von der Hämorridencreme gesprochen: Sie wirkt gefässverengend und soll dadurch den dunklen Schatten entgegenwirken.

Allerdings sind Cremes gegen Hämorriden viel zu aggressiv für die zarte Haut unter den Augen, ganz zu schweigen von den Schmerzen, die auftreten, sollte die Creme in die Augen gelangen. Insgesamt kann eine solche Creme sogar dazu führen, dass die dünne Haut unter den Augen noch dünner und transparenter wird.

Darüber hinaus kann man sich mit einem Abdeckstift und Make-up behelfen. Dabei handelt es sich aber nur um Symptombekämpfung. Das Problem der feinen Äderchen unter der dünnen Haut, die mit zu sauerstoffarmem Blut gefüllt sind, bleibt weiter bestehen.

Augenringe entfernen: mit Hyaluronsäure unterspritzen

Ein Stoff, der häufig in der ästhetischen Medizin eingesetzt wird, ist Hyaluronsäure. Es handelt sich dabei um einen prinzipiell körpereigenen Stoff, der synthetisch nachgebildet wird, um in zu behandelnden Stellen aufgefüllt zu werden.

Dies bewirkt, dass das Gewebe Wasser wieder besser binden kann und es dadurch elastischer und stabiler wird. Neben der Behandlung von Falten sind eben auch die Augenringe ein häufiges Einsatzgebiet der Hyaluronsäure.

Tränensäcke operativ entfernen: Unterlidstraffung

Bei der operativen Entfernung von Tränensäcken und auch Schlupflidern bietet sich eine Augenlidstraffung an. Das ist ein kleiner, ambulant und unter lokaler Betäubung durchgeführter Eingriff, bei dem überschüssige Haut entfernt und das darunterliegende Gewebe gestrafft wird. Diese Methode eignet sich vor allem bei der Behandlung von Tränensäcken. Soll es den dunklen Schatten unter den Augen an den Kragen gehen, ist eine solche Behandlung eher ungeeignet, da keine überschüssige Haut vorliegt.

Abschliessend lässt sich sagen, dass das Phänomen der Augenringe unterschiedliche Erscheinungsbilder aufweist. Ebenso unterschiedlich sind auch die Ursachen. Will man sie dauerhaft bekämpfen, hat man die Wahl zwischen einer Ursachenbehandlung und einem operativen Eingriff: . Mithilfe von Hyaluronsäure und Unterlidstraffung sind Augenringe und Tränensäcke schnell passé.

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